Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

die Deutsche Bundesbank hat am Montag den Monatsbericht für Dezember veröffentlicht. Darin warnt Sie explizit vor den Folgen einer Einführung der Finanztransaktionssteuer.

Dort heißt es auf Seite 59:

Weil die Repomärkte für die geldpolitische Transmission an Bedeutung gewonnen haben, wirken sich auch Regulierungen und staatliche Eingriffe in diesem Teil des Finanzmarktes zunehmend auf die Geldpolitik aus. So würde die geplante Finanztransaktionssteuer den Repomarkt nachhaltig beeinträchtigen und den Liquiditätsausgleich zwischen den Banken gefährden. Voraussehbare Folge wäre eine stärkere Refinanzierung der Banken über das Eurosystem. Dies wäre geldpolitisch und ordnungspolitisch nicht wünschenswert.

Quelle: Deutsche Bundesbank / Monatsbericht Dezember 2013

Was ist der Repomarkt?

Über den Repomarkt finanzieren Banken kurzfristige Liquiditätsengpässe. So könnte am Ende eines Tages eine Bank mehr Geld haben als sie benötigt, die andere zu wenig. Gegen die Besicherung durch Wertpapiere, kann sich dann eine Bank von der anderen Geld leihen. Diese Geschäfte werden meist sehr kurzfristig getätigt und dauern von wenigen Stunden bis hin zu wenigen Tagen. Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind hier aktiv. Wird nun die Finanztransaktionssteuer eingeführt, wird jedes Mal die Finanztransaktionssteuer erhoben und dadurch wird der Reportmarkt vollkommen austrocknen.

LBBW warnt vor drei Milliarden Zusatzkosten

In einem früheren Artikel hatte ich bereits über die LBBW geschrieben. Hier rechnet man mit enormen Zusatzkosten. Laut den aktuellen Zahlen, könnte die Bank die Kosten niemals verkraften. Auch andere Banken hätten große Probleme die Zusatzkosten zu stemmen. Da nun die Bundesbank öffentlich vor der Finanztransaktionssteuer warnt, ist eine Einführung erneut unwahrscheinlicher geworden.

Ihr Sebastian Hell

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