Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

vor Kurzem gab es Neuigkeiten bezüglich der Finanztransaktionssteuer. Laut einem Gutachten welches im Auftrag des Bundesfinanzministeriums durchgeführt wurde, sollen allein durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Deutschland, jährliche Zusatzeinnahmen in Höhe von 17,6 bis 88 Milliarden Euro entstehen. Allerdings wird in dem Gutachten auch erwähnt, dass es zu Abwanderungseffekten kommen wird.

88 Milliarden Mehreinnahmen – Wirklich?

Das Gutachten halte ich für einen Witz, der am eigentlichen Thema vorbei geht. Sollte eine Transaktionssteuer eingeführt werden, wird es sofort und nicht möglicherweise zu einer Verlagerung des Geschäftes kommen. Banken, Fonds, Vermögensverwalter und alle die es sich leisten können oder clever genug sind, werden ihren Handel verlagern. Übrig bleiben Sparer die aufgrund der geringen Zinsen jetzt schon Geld verlieren. Die Zusatzkosten werden Banken auf die Kunden umlegen. Auch eine vernünftige Altersvorsorge wird dann kaum noch möglich sein.

Einnahmen = Kosten für Sparer und die Wirtschaft!

Die geplanten Zusatzeinnahmen werden kaum von der Finanzindustrie kommen, sondern vorwiegend von Privatanlegern die ihren Handel oder ihre Anlage nicht verlagern können. Zudem werden auch mittelständische Unternehmen deutlich mehr für Absicherungen von Devisen oder Rohstoffpreisrisiken bezahlen. Dem Staat ist dies wahrscheinlich egal, da er nur die Mehreinnahmen sieht.

Derivatehandel könnte boomen!

Aufgrund der Besteuerung von Aktien mit 0,1 Prozent aber der geringeren Besteuerung von 0,01 Prozent bei Derivaten, dürften große Teile des Handels auf Derivate verlagert werden. Um Steuern zu sparen werden dann auch Privatanleger, die sonst nur Fondsanlagen und Aktienkäufe tätigen auf diese Produkte ausweichen müssen. Dies könnte eine Alternative werden, um die Steuerlast zu sparen. Kauft man beispielsweise für 50.000 Euro Aktien, müsste man 50 Euro Zusatzkosten einkalkulieren. Setzt man dieselbe Transaktion mit Aktien-CFDs um, fallen nur 5 Euro an Kosten an. Eine Reduktion der Steuer um 90 Prozent.

Ihr Sebastian Hell

Die obenstehende Kolumne wird Ihnen präsentiert von QTrade (www.qtrade.de)! Weitere Artikel von Sebastian Hell finden Sie auch unter www.qtrade.de/tradingblog!

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in der letzten Woche ging mir eine interessante Pressemeldung des Broker Directa aus Italien zu. Darin stand folgender Absatz geschrieben:

 Die italienische Variante der Anfang des Jahres von den EU-Finanzministern beschlossenen Finanztransaktionssteuer ist am 1. März 2013 eingeführt worden, Sie besteuert zu 0,12 Prozent alle italienischen Assets, die Overnight gehandelt werden, ab 1. September müssen auch Derivate besteuert werden, Intraday-Geschäfte und ausländische Aktien werden nicht besteuert. Die Transaktionskosten bei Directa sind von 3,22 Euro pro Transaktion im Februar 2013 auf 4,58 Euro im März gestiegen.

„Verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr ist das Gesamtvolumen in den ersten neun Monaten von 2,114 auf 1,757 Millionen zurückgegangen. Im Intraday-Geschäft sind die Orders um 10 Prozent gefallen“, erklärt directa-Managerin Elena Motta. Das Online-Trading macht ein Drittel des allgemeinen Volumens von 284 Milliarden Euro an der italienischen Börse aus. Zugenommen hat hingegen das Interesse der Trader im Hinblick auf den ausländischen Markt: Bei den US-Aktienkäufen konnte Directa – verglichen mit dem Vorjahr – eine Zunahme des Handlesvolumens von 19 Prozent verbuchen. „Bezüglich der deutschen Assets und Märkte haben wir eine Zunahme von drei bis vier Prozent verzeichnet“, erklärt Geschäftsführer Mario Fabbri.

Die vom Staat erwarteten Einnahmen von einer Milliarde sind allerdings ausgeblieben. Insgesamt wurden laut der italienischen Wirtschaftszeitung „Il sole 24 ore“ (06.12.2013) nur 159 Millionen eingenommen. Ein Grund mehr, über eine Änderung der Tobin Tax nachzudenken, fordert die fünfte parlamentarische Kommission (Haushaltsplan) unter Francesco Boccia. Der Gesetzesentwurf, von elf Senatoren unterstützt, sieht u.a. vor, dass die Tobin Tax ab März 2014 auf 0,1 Prozent auf Aktien festgefroren wird, statt wie vorgesehen auf 0,2 Prozent zu steigen.

Quelle: Directa; Fettungen: Transaktionssteuer.info

Die obere Darstellung von Directa zeigt eindrucksvoll was in diesem Blog immer wieder prophezeit wurde. Das inländische Handelsvolumen nimmt sofort nach Einführung der Steuer ab. Trader reagieren über ihre Handelsplattformen und können mit wenigen Klicks die Orders an eine andere Börse senden. Zudem zeigt sich, dass der Staat 84 Prozent weniger eingenommen hat als erwartet. Italien sollte als Lehrbeispiel für alle Politiker dienen, die immer noch an den Erfolg der Finanztransaktionssteuer glauben.

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

die FAZ veröffentlichte jüngst einen Artikel über den aktuellen Stand der Verhandlungen der großen Koalition. Darin wird auch der aktuelle Verhandlungsstand bezüglich der Finanztransaktionssteuer erwähnt. Es ist zu lesen, dass „unerwünschte Formen von Finanzgeschäften“ zurückgedrängt werden sollen. Als Leser mag man schnell darüber hinweglesen, doch stellt sich einem die Frage was diese unerwünschten Formen überhaupt sind? Bisher gibt es hierzu noch keine klaren Aussagen, doch dürfte feststehen, dass der Hochfrequenzhandel sicherlich dazu gehört. Möglicherweise auch der Handel mit derivativen Produkten wie Futures, Optionen evtl. auch CFDs. Die Devisenspekulation ist ohnehin für die meisten Politiker nicht verständlich und könnte auch darunter fallen. Kurz gesagt, viele Vehikel die von Tradern, Unternehmen und auch vielen Staaten seit Jahren genutzt werden, könnten nun „unerwünscht“ sein. Ein Mitglied eines großen deutschen Trader-Forums fasst es gut zusammen, indem er schreibt, dass alles „außer dem Erwerb von Staatsanleihen“ unerwünscht sei.

Kein dummer Gedanke

In der Tat versucht der Staat die Bürger immer mehr zu schröpfen. Ein gutes Beispiel ist die Ökosteuer, die ständig erhöht wurde und inzwischen zur Stopfung aller Arten von fiskalischen Löchern verwendet wird, außer für die Umwelt. Auch die Finanztransaktionssteuer wird letztlich die kleinen Anleger treffen wie Jörg Asmussen, Mitglied des EZB-Direktoriums, treffend feststellte. Eine Ausnahme von Staatsanleihen könnte wirklich erfolgen, da dadurch Geldströme umgelenkt werden können und viele Anleger möglicherweise auf das Trading und die Aktienanlage verzichten. Die Staaten könnten sich besser refinanzieren.

Bei uns spielt das keine Rolle …

Ein befreundeter Händler eines Hedge Fonds mit über 300 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen, sagte mir kürzlich, dass er keine Probleme mit der Einführung der Finanztransaktionssteuer für seinen Handel sehe. Aktuell arbeiten die Trader und Programmierer gerade daran auf Alternative Märkte in den USA und Asien auszuweichen. Zudem habe man sowieso mehrere Büros in Hongkong, Singapur und Zürich. Eine Abwicklung der Trades über andere Börsenplätze lasse sich immer finden. Einziges Manko sind aktuell DAX- und Bund-Future, da diese sehr gewinnbringend gehandelt werden. Allerdings ist auch hier ein Ersatz mit anderen stark korrelierten Werten im Ausland möglich oder „die Englänger führen mit der EUREX einen eigenen DAX ein“, so mein Bekannter. Die EUREX könne es sich nicht leisten, wenn die Großkunden alle woanders handeln.

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

es hat sich eine interessante Entwicklung bezüglich der Finanztransaktionssteuer in Frankreich ergeben. Die Franzosen rudern deutlich zurück, nachdem ich vor Kurzem darüber berichtet hatte, dass das Handelsvolumen stark gefallen ist.

Eigene Interessen sind wichtiger

Neben dem gefallenden Handelsvolumen geht es auch um die Interessen an der Börse Euronext und dadurch die Börse in Paris. Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die derzeitige Besitzerin der Euronext, wird jedoch von der Intercontinental Exchange (ICE) übernommen. Im Rahmen zukünftiger Um- und Restrukturierungen soll die Euronext abgespalten werden. Die französische Regierung will nun, dass die Euronext unter anderem von französischen Großbanken teilweise aufgekauft werden soll. Die Banken wollen dies offenbar nur dann tun, wenn die Regierung bei der Finanztransaktionssteuer ihre Richtung wechselt. Daher ruderte die Regierung in Frankreich inzwischen zurück und steht nicht mehr für die Einführung einer europaweiten Finanztransaktionssteuer zur Verfügung.

Deutschland im Alleingang?

Eine Option wäre noch, dass Deutschland die Steuer allein einführt, wie es Frankreich und Italien bereits getan haben. Um eine Koalition formen zu können, könnte die CDU der SPD in diesem Punkt entgegen kommen. Wie genau die Ausgestaltung dann sein wird, bleibt abzuwarten. Vor allem die Behandlung von FX und CFDs wird spannend, da dies außerbörsliche Produkte sind und damit schwer zu überprüfen.

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in Berlin wird derzeit über mögliche Koalitionen diskutiert. Für mich steht fest, dass es Steuererhöhungen in der einen oder anderen Form geben wird. Um dies zu tun, ist es sicherlich am einfachsten eine Steuer zu erhöhen, die die „Bösen“ Spekulanten trifft. Während über die Finanztransaktionssteuer in diesem Blog schon viel berichtet wurde, möchte ich heute über die Abgeltungssteuer schreiben.

Keine Abgeltungssteuer im eigentlichen Sinne …

Die deutsche Abgeltungssteuer ist eigentlich keine wahre Abgeltungssteuer. Denn wie der Name schon sagt, soll damit etwas abgegolten sein. Allerdings kommen zu den 25 Prozent an Steuer zusätzlich noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer obendrauf. Im Endeffekt beläuft sich die Abgeltungssteuer damit nicht auf 25 Prozent sondern je nach Bundesland auf knapp 28 Prozent.

Erhöhung auf 32 Prozent denkbar

Eine Erhöhung der Abgeltungssteuer auf 32 Prozent wird derzeit von der SPD gefordert. Mit Soli und Kirchensteuer dürften im Endeffekt knapp 36 Prozent fällig werden. Dies ist mehr als ein Drittel welches von den Gewinnen abgeführt werden muss. Ob der Staat jedoch die Zusatzeinnahmen auch bekommt ist fraglich, da bei einer derart hohen Besteuerung von Handelsgewinnen eine Verlagerung vieler Geschäfte auf Offshore-Konten erfolgen dürfte. Sinnvoll wäre eine Senkung der Steuern, dann würde auch gleichzeitig die Steuerhinterziehung unattraktiv werden und der Staat hätte im Endeffekt mehr Einnahmen als mit höheren Steuern. Dies ist auch als „Laffer-Kurve“ bekannt!

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

Wie die FAZ in einem Artikel berichtet, gibt es in Frankreich erste Erfahrungen mit der Finanztransaktionssteuer. Eingeführt wurde die Steuer am 01. August 2012. Betroffen sind etwa 100 Aktien, die eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro aufweisen und ihren Sitz in Frankreich haben. Während zuerst eine Steuer in Höhe von 0,1 Prozent angedacht war, wurde diese später auf 0,2 Prozent erhöht.

Was zu erwarten war …

Das Handelsvolumen der von der Steuer betroffenen Aktien ist in diesem Jahr um 20 Prozent gefallen, nach 10 bis 15 Prozent im Vorjahr. Zudem fallen die Einnahmen deutlich niedriger aus als erwartet. Für das kommende Jahr wurden die erwarteten Steuereinnahmen um mehr als 50 Prozent von 1,5 Milliarden Euro auf 700 Millionen Euro gesenkt.

Umgehung ist leicht

Die Steuer fällt nur auf den Handel der betroffenen Aktien oder bei Lieferung der durch Derivate (bspw. Aktienoptionen oder Single Stock Futures) an. Umgangen werden kann die Steuer jedoch durch CFDs. Bisher gibt es noch keine Meldungen französischer CFD-Broker ob sich das Handelsvolumen im Zuge der Einführung der Steuer erhöht hat. Anzunehmen ist dies jedoch auf jeden Fall!

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

vor Kurzem bin ich darauf gestoßen, dass die geplante Finanztransaktionssteuer sogar gegen geltendes EU-Recht verstößt. Wahrscheinlich wird Niemand von der EU-Richtlinie 2008/7 bisher gehört haben. Diese Richtlinie beschreibt, dass Kapital welches in einer Gesellschaft (Land) angesammelt und besteuert wurde, nicht noch einmal von einem anderen Land besteuert werden darf. Dies soll dazu dienen, dass sich der Binnenmarkt innerhalb der EU frei entfalten kann und Kapitalströme ungehindert wandern können. Dies war auch einer der Gründungsgedanken der EU, dass Bürger sich ungehindert niederlassen dürfen innerhalb der EU (und somit auch ihr Kapital).

Was steht in Richtlinie 2008/7 genau?

In (2) der Richtlinie 2008/7 steht geschrieben:

(2) Die indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital, d. h. die Gesellschaftssteuer (Steuer auf die Einbringungen in Gesellschaften), die Wertpapiersteuer und die Steuer auf Umstrukturierungen, unabhängig davon, ob diese eine Kapitalerhöhung mit sich bringen, sind Ursache von Diskriminierungen, Doppelbesteuerungen und Unterschiedlichkeiten, die den freien Kapitalverkehr behindern. Dasselbe gilt für andere indirekte Steuern mit denselben Merkmalen wie die Kapitalsteuer und die Wertpapiersteuer.

Quelle: EURLex

Damit würde die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in 11 Ländern den Kapitalverkehr behindern. Die Richtlinie 2008/7 liegt nun beim Europäischen Gerichtshof zur Prüfung. Es soll herausgefunden werden, ob die Richtlinie „anders“ ausgelegt werden kann oder ob es einer Änderung Bedarf. Für eine Änderung müssten jedoch alle 28 EU-Staaten zustimmen, wobei nur 11 die Finanztransaktionssteuer fordern. Ein wahrscheinlich unmögliches Unterfangen.

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

ich möchte kurz auf die neue Studie „Die Finanztransaktionssteuer – Ein politischer Irrweg?“ hinweisen. Diese wurde vom Deutschen Aktieninstitut und der Managementberatung Oliver Wyman herausgegeben.

Die Studie zeigt anhand konkreter Beispiele und Berechnungen wie sich die Transaktionssteuer auf alle Lebensbereiche auswirkt. Insgesamt hätten die Bürger Mehrkosten in Höhe von 5 bis 7,3 Milliarden Euro zu tragen. Vor allem bei Aktiendepots und Kapitallebensversicherungen sowie Riesterrenten würde am meisten besteuert werden.

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in meinem Blog www.transaktionssteuer.info habe ich viele Beiträge rund um die geplante Finanztransaktionssteuer geschrieben. Darunter auch, dass der Handel von Forex wahrscheinlich steuerfrei bleiben wird. Dies ging aus Arbeitspapieren der beteiligten Staaten und auch Berichten von EU-Beobachtern hervor. Unter die Finanztransaktionssteuer sollten demnach Aktien, Anleihen, Termingeschäfte und vieles mehr fallen. Kassageschäfte bei Forex waren jedoch ausgenommen.

Swaps sollen nun inkludiert werden

Ein neuer Artikel spricht allerdings davon, dass Swapgeschäfte ebenfalls unter die Finanztransaktionssteuer fallen sollen. Unter einem Swap versteht man den Austausch von Zahlungen. Beispielsweise könnte eine Speditionsfirma sich mit einer Bank darauf einigen, einen Swap auf Diesel einzugehen. Der Spediteur bekommt dadurch fünf Jahre lange seinen Diesel zu festgelegten Preisen und sichert sich ab. Die Bank spekuliert als Gegenseite natürlich darauf, dass sie den Diesel billiger bekommen kann, als sie diesen an den Spediteur verkauft hat.

Swaps gibt es auch bei FX

Wer Devisen (Forex) handelt, der wird festgestellt haben, dass er einen Swapsatz bezahlen muss oder auch bekommt. Dies liegt daran dass es sich bei Forexgeschäften um Kassageschäfte handelt, die binnen zwei Tagen abgewickelt sein müssen. Da jedoch die Trader die gehandelten Devisen nicht entgegen nehmen wollen und damit das Geschäft auch nicht auslaufen soll, wird am Ende jeden Tages die Position „gerollt“. Praktisch ist dies eine Schließung und Neueröffnung, die der Kunde jedoch nicht merkt und die vom Broker übernommen wird. Sollten nun die Kassageschäfte sofern sie länger als einen Tag gehalten werden als Swap betrachtet werden, ist mit einer Besteuerung dieser auch zu rechnen!

Ihr Sebastian Hell

 

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in meinem letzten Artikel „Die Zeit des Erwachens“ hatte ich darauf verwiesen, dass erste Politiker auf den Unsinn und die enormen Mehrkosten einer Finanztransaktionssteuer hingewiesen haben. Dies sorgte für allgemeinen Aufruhr in der Politik und öffentliche Stellungnahmen. Nach aktueller Lesart wird die Steuer nicht mehr Anfang 2014 eingeführt werden. Lesern meines Blogs war dies klar, da Wolfgang Schäuble die zu erwartenden zehn Milliarden Euro, dann in den Haushalt eingeplant hätte.

Statt zehn nur eine Milliarde Euro

Es war auch zu lesen, dass man einige Finanzgeschäfte ausnehmen wolle. Darunter höchstwahrscheinlich Repo-Geschäfte die der Finanzierung von Banken dienen. Allein eine Besteuerung dieser Geschäfte würde zu einer Kostenexplosion führen und viele Banken, darunter die Landesbanken in die Knie zwingen. Über weitere Ausnahmen wie den Handel von Versicherungskonzernen, Altersvorsorgen und vielem mehr wird diskutiert.

Die Dummen bleiben übrig

Am Ende wird die Finanztransaktionssteuer eingeführt werden und die Privatleute dürfen diese bezahlen. Dies ist keine Aussage der Politiker sondern eine Prognose von mir! Nach viel Aufsehen um die Steuer, können die Politiker nicht ihr Gesicht verlieren. Also werden am Ende die die Steuer bezahlen die sich nicht dagegen wehren können. Ich hoffe, dass ich mit der Prognose falsch liege doch die Vergangenheit zeigt leider, dass sich Steuerprojekte oftmals in diese Richtung entwickeln.

Ihr Sebastian Hell

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