Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

ich hatte in meinem Beitrag „Italien führt nun auch die Finanztransaktionssteuer ein“ versprochen, dass ich mit einigen befreundeten Tradern sprechen werde. Unter anderem habe ich mich mit Dr. Andrea Unger, dem dreifachen Weltmeister im Trading unterhalten.

Er sieht die Einführung der Steuer ganz locker und befürchtet dadurch keine Eingriffe in seinen Handel. Nur die größten Aktien mit einer Marktkapitalisierung von über 500 Millionen Euro werden besteuert. Allerdings auch nur dann, wenn man die Position über Nacht hält. Da die meisten italienischen Profi- und Privat-Trader sowieso Daytrading oder Scalping betreiben, geht von der Steuer keine Gefahr aus.

Futures werden nur gering besteuert

Von Devisentransaktionen ist sowieso keine Rede gewesen und die Steuer auf italienische Futures liegt laut Dr. Unger im Bereich von 0,75 Euro. Der Rest ist frei und ohne Finanztransaktionssteuer. Trader sind erleichtert, da die Steuer mehr politischen Nutzen hat, aber wenig bis kaum in den Handel von Profi-Tradern eingreift.

Wie sehen es die Broker?

Ich habe einige Anfragen an befreundete Broker verschickt, aber bisher nur die Auskunft erhalten, dass die Rechtsanwälte und Steuerberater der Firmen gerade alles prüfen und man zu gegebener Zeit ein Statement veröffentlichen wird.

Ich werde gerne den Standpunkt der Broker durchgeben, sobald ich Neuigkeiten habe. Grundsätzlich verstehen jedoch die Finanzfirmen selbst nicht wie genau die Abgabe der Steuer erfolgen soll.

Man muss sich vor Augen halten, dass wenn ein deutscher Kunde ein außerbörsliches Derivat (CFD) auf eine italienische Aktie in London handelt, es schwierig wird die Steuer abzuführen beziehungsweise der italienische Staat dies gar nicht kontrollieren kann. Hier liegt noch einiges im Argen und es scheint mir, als ob die italienische Steuer nicht wirklich durchdacht war.

Weitere Infos zum Thema CFDs und Finanztransaktionssteuer finden Sie auch in meiner Kolumne „Kann man die Finanztransaktionssteuer umgehen?“

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Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

in meinen letzten Artikel „Finanztransaktionssteuer trifft die Unternehmen hart“ hatte ich bereits darüber geschrieben, dass ab 01. März 2013 die Finanztransaktionssteuer auch in Italien gilt. Nachfolgend möchte ich kurz zusammenfassen, was die italienische Finanztransaktionsteuer im Kern beinhaltet:

  1. Steuer fällt auf Aktien und Derivate an, die auf italienische Aktien mit einer Marktkapitalisierung von 500 Millionen Euro oder mehr emittiert wurden.
  2. Börsliche Transaktionen werden bis Ende des Jahres mit 0,12 Prozent (0,10 Prozent ab 2014) und außerbörsliche Transaktionen werden mit 0,22 Prozent (0,20 Prozent ab 2014) besteuert.
  3. Die Steuer fällt dann an, sobald italienische Aktien oder Derivate (wie unter 1. genannt) ins Spiel kommen. Der Wohnort des Traders ist im Gegensatz zu den Überlegungen in Deutschland in Italien (und auch Frankreich) egal.

Meine Meinung: Betroffen sind derzeit über 70 Aktien die eine Marktkapitalisierung von über 500 Millionen Euro aufweisen. Von Futures direkt wie dem S&P MIB ist bisher keine Rede. Auch Scalper die in kleineren Werten unterwegs sind haben nichts zu befürchten. Wer bisher die großen Aktien handelte als Daytrader, kann vielleicht auf Aktien aus dem S&P oder Futures ausweichen.

Interessant ist aber, dass im Gegensatz zu Frankreich die Italiener das Schlupfloch „CFD“ gesehen und gestopft haben. CFDs unterliegen der Steuer. Wie aber alle ausländischen Broker nun dazu gezwungen werden können die Finanztransaktionssteuer an den italienischen Staat abzuführen, ist mir noch schleierhaft.

Ich werde dies bezüglich jedoch mit meinen Brokerkontakten aus London sprechen wie man dort die Situation sieht und gerne hier berichten. Des Weiteren spreche ich mit italienischen Tradern, welche Maßnahmen dort getroffen wurden. Dies kann deutschen Händlern sicherlich nur weiterhelfen.

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Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

seit dem ersten März 2013 gibt es in Italien die Finanztransaktionssteuer. Damit sind die Italiener das zweite Land nach Frankreich, die im Alleingang eine Steuer auf Börsengeschäfte einführen. Während die französische Steuer nur Augenwischerei ist und nicht wirklich den Handel bestraft, sieht es in Italien ganz anders aus. Hier werden auch außerbörsliche Geschäfte besteuert und die Umgehung der Steuer wie es in Frankreich der Fall ist, ist auch nicht mehr möglich.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Einnahmen der Steuer noch nicht in den Haushalt für 2014 eingeplant. Er sieht die Einführung frühestens ab 2015, da zuvor noch einige Hürden genommen werden müssen. Dennoch scheint fest zu stehen, dass Deutschland zusammen mit zehn anderen Ländern eine Steuer auf Finanzgeschäfte einführen wird. Auch wenn die Politiker immer wieder darauf verweisen, dass die Steuer vorwiegend von den Banken bezahlt werden soll, zeigt sich schon jetzt, dass dies nicht der Fall sein wird.

Bayer rechnet mit 20 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr!

In einem Interview gegenüber der „Frankfurter Rundschau“, sagte der Leiter der Unternehmensfinanzen von Bayer, dass er mit 20 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr rechne. Diese entstehen primär durch die Finanztransaktionssteuer. Die Absicherung von Devisengeschäften würde sich um das Zehnfache erhöhen. Auch der Einkauf von Rohstoffen oder deren Absicherung über börsliche oder außerbörsliche Derivate würde deutlich teurer. Angenommen Jemand kauft für zehn Millionen Euro Kupfer über ein Derivat. Bei einer Steuer von 0,01 Prozent, fielen Zusatzkosten von 1.000 Euro pro Transaktion an. Normal liegen die Kosten für einen derartigen Deal bei 50 bis 150 Euro. Hinzu kommt noch die Steuer und die gesamte Kalkulation von Unternehmen muss überdacht werden.

Kein Ausweg bisher in Sicht!

Momentan steht noch nicht fest, ob Firmen die sich absichern ausgenommen sind. Wahrscheinlich jedoch nicht!

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Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

eine sehr interessante Meldung lief vor wenigen Stunden über die Nachrichtenticker. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die potentiellen Einnahmen der Finanztransaktionssteuer nicht in den kommenden Haushalt für 2014 eingeplant. Im Sommer war noch die Rede von etwa zwei Milliarden Euro die durch die FTS eingenommen werden sollten.

Was sind die Gründe?

Warum plant der Finanzminister die Einnahmen nicht ein? Die Antwort ist einfach und wurde von mir in diesem Blog schon öfters gegeben. Neben einer rechtlichen Grundlage fehlen sicherlich auch die administrativen Ressourcen. Mehrfach wurde von mir auf die Komplexität der Finanzmärkte und des Handels hingewiesen. Eine schnelle Einführung ab 2014 war sicherlich nur für den Wahlkampf gedacht, ist aber so gut wie nicht umsetzbar. Wolfgang Schäuble weiß dies ebenfalls und hat daher auf die Einplanung verzichtet.

Kommt die FTS nun oder nicht?

Ich bin mir sicher, dass eine Art der Finanztransaktionssteuer kommen wird. Nach den neuesten Entwicklungen sieht es jedoch ganz danach aus, als ob diese entweder gar nicht 2014 eingeführt wird oder nur in einer sehr abgespeckten Version wie es beispielsweise in Frankreich der Fall ist. Ich halte alle Trader auf dem Laufenden sobald sich etwas Neues auftut.

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

vor kurzem habe ich einen sehr interessanten Artikel im Magazin Focus gelesen. Dort wird das Handelsblatt zitiert mit folgender Aussage:

Wenn Finanztitel „einen klaren Bezug“ zu einem der elf Staaten hätten, müsse die Finanzsteuer auf jeden Fall entrichtet werden, „auch wenn keine an dem Geschäft beteiligten Parteien in einem Teilnehmerstaat angesiedelt ist“, zitiert das Blatt aus dem Entwurf.

Quelle: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/hb-eu-will-flucht-vor-finanztransaktionssteuer-verhindern_aid_912064.html

Dies bedeutet übersetzt, dass die Umgehung der Finanztransaktionssteuer durch den Handel von Derivaten an ausländischen Börsenplätzen nicht mehr möglich ist, sofern das Derivat aus einem Land stammt das bei der Finanztransaktionssteuer mitmacht.

Kurz gesagt, eine Verlagerung des FDAX-Handels von der EUREX nach London (wofür es angeblich Pläne seitens der Deutschen Börse geben soll) wird nicht möglich sein. Der in London gehandelte FDAX wird dann ebenfalls voll besteuert.

Die Konsequenzen liegen auf der Hand!

Liquide Futures wie der FDAX oder Bund-Future werden binnen Wochen (wenn nicht Tagen) ihr gesamtes Volumen verlieren. Day-Trader müssen auf andere Werte ausweichen, wenn sie das Berufsverbot durch die Steuer nicht hinnehmen wollen. Dies könnte bombastische Volumenzuwächse für amerikanische Futures und damit die US-Börsen bedeuten.

So schlimm ist es doch nicht!?

Teilweise kurios sind die Kommentare unter den Artikeln der Finanztransaktionssteuer. 0,01 Prozent wäre doch eine tragbare Steuer heißt es dort. Profis können darüber nur schmunzeln.

Aktuell notiert der FDAX bei 7.670 Punkten. Der Gesamtwert des Futures ist 191.750 Euro (Rechnung für Politiker: 7.670 * 25 EUR = 191.750; Warum 25 EUR? Dies ist der Punktwert des FDAX).

Davon 0,01 Prozent an Steuer beträgt 19,175 Euro. Dies mag wenig erscheinen, doch einige Dutzend Transaktionen pro Tag und es bleibt kein Gewinn mehr übrig.

Ihr Sebastian Hell

 

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Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

es ist soweit! Die Regierungsoberhäupter haben sich am Dienstag, den 22. Januar 2013 auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in folgenden Ländern geeinigt:

  1. Deutschland
  2. Frankreich
  3. Österreich
  4. Belgien
  5. Spanien
  6. Estland
  7. Griechenland
  8. Italien
  9. Portugal
  10. Slowakai
  11. Slowenien

Hier zur Verdeutlichung die größten Finanzzentren der Welt:

01. London England
02. New York CityUSA
03. HongkongChina
04. Singapur Singapur
05. Tokio Japan
06. ChicagoUSA
07. Zürich Schweiz
08. TorontoKanada
09. Frankfurt am MainDeutschland
10. ParisFrankreich
11. AmsterdamNiederlande
12. Dublin Irland
13. Shanghai China
14. Genf Schweiz
15. Peking China
16. Dubai Vereinigte Arabische Emirate Specialists
17. Moskau Russland

(Quelle: http://www.zyen.com/GFCI/GFCI%209.pdf)

Von den größten Finanzzentren der Welt sind nur Frankreich und Deutschland auf den Plätzen 9 und 10 bei einer Finanztransaktionssteuer dabei.

Alle anderen nicht!

Die Folge: Der Handel wird sich komplett auf die anderen Zentren fokussieren und Frankfurt sowie Paris austrocknen.

Mehr dazu in Kürze!

Ihr Sebastian Hell

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

eine interessante Leserfrage erreichte mich vor wenigen Tagen. Darin ging es um die Frage ob auch Privatleute von der Steuer betroffen seien oder nur Banken und Fonds. Bisher gibt es hierzu wenig Konkretes.

Allerdings wurde seitens der Politik bereits darüber diskutiert die privaten Händler außen vor zu lassen und nicht zu besteuern. Dies klingt auf den ersten Blick nobel, doch muss man hier etwas tiefer gehen und darf diese Aussage nicht einfach so akzeptieren!

Privatleute zahlen auf jeden Fall die Steuer!

Möglicherweise werden private Händler von der Steuer ausgenommen (was ich ehrlich nicht glauben kann, denn die Banken werden ins Ausland fliehen und einer muss gemolken werden). Allerdings haben die meisten Deutschen Sparverträge, Versicherungen und Fonds die sie bei Banken und Fondsgesellschaften verwalten lassen.

Diese werden die Finanztransaktionssteuer bezahlen müssen und reichen die Kosten dafür direkt an die Anleger weiter. Die Folge ist eine noch geringere Rendite als sie ohnehin schon ist. Nur wer alles selbst macht und seine Gelder komplett in Eigenregie verwaltet, könnte profitieren wenn Privatleute ausgenommen sind. Doch kaum Jemand hat die Zeit und Erfahrung dies wirklich selbst zu tun.

Vermeidung der Finanztransaktionssteuer durch Handel von ausländischen Werten?

Eine weitere gute Frage desselben Lesers war, ob man auch Steuer bezahlen müsse wenn man US-Futures handle. Angenommen in Deutschland wird die Steuer wie schon öfter in diesem Blog beschrieben eingeführt. Die Steuer würde dann auf deutsche Aktien und wahrscheinlich Futures anfallen. Doch was passiert wenn man als Deutscher weiterhin in den USA seine Futures handelt?

Auch hier gibt es bisher keine genauen Aussagen. Laut aktueller Vorlage sieht es danach aus, dass diese Werte nicht betroffen sind. Man handelt in den USA seine Produkte über eine US-Börse.

Normalerweise ist das nicht das Einflussgebiet der deutschen Politiker und man kann eigentlich nicht einfach eine Steuer auf US-Werte erheben. Tendenziell würde ich daher sagen, dass beim Handel von US-Futures nichts passieren dürfte. Gleiches gilt auch für CFDs und FX-Produkte die derzeit komplett außen vor gelassen werden und sich in Frankreich größerer Beliebtheit erfreuen, da man steuerfrei weiterhandeln kann.

Ihr Sebastian Hell

 

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

es gibt endlich erste Ergebnisse aus Frankreich die Finanztransaktionssteuer betreffend! Im Alleingang wurde in Frankreich eine Börsensteuer auf 109 Aktien mit einer Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro eingeführt. Erste Auswertungen liegen nun vor!

Was zu erwarten war …

Das Handelsvolumen der besteuerten Aktien fiel laut dem Betreiber der Handelsplattform Equiduct zwischen August und November um 18 Prozent gegenüber den Monaten vor der Steuer Mai bis Juli. Gleichzeitig stieg das Volumen anderer nicht besteuerter Aktien um 16 Prozent an!

Anleger weichen aus!

Zusätzlich war eine Zunahme der Handelsaktivität bei kleineren Firmen zu beobachten die nicht der Steuer unterliegen. Des Weiteren berichten Broker über eine Zunahme des Handels von außerbörslichen Derivaten wie CFDs und eine Ausweichung der Trader auf Devisen.

Einnahmen werden deutlich geringer ausfallen!

Frankreich hatte mit 1,6 Milliarden Euro an jährlichen Steuereinnahmen gerechnet und diese wahrscheinlich bereits in den Haushalt eingeplant. Nach aktuellen Prognosen dürften es nicht einmal 300 Millionen Euro werden. Dies entspricht einer Fehlschätzung von über 80 Prozent!

Ihr Sebastian Hell

 

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Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

nachfolgend möchte ich eine Leserfrage beantworten, die mir vor Weihnachten zugeschickt wurde:

Ich wohne in Deutschland, habe aber ein Konto in Luxemburg. Wenn später Luxemburg an der Transaktionssteuer teilnimmt, möchte ich theoretisch die Transaktionssteuer bezahlen. Aber wie wird diese Steuer abgeführt? An das Finanzamt in Luxemburg oder nach Deutschland? Wenn nach Deutschland, wird meine Name, nämlich Kontoinhaber,  bekannt gegeben?

Aktuell wird noch darüber diskutiert wie die Steuer abgeführt wird. Es gibt hierzu drei Modelle die derzeit in Brüssel diskutiert werden:

  • Die Steuer wird direkt vom Trader abgeführt

Jeder Trader muss seine Kontoauszüge aufbewahren und diese regelmäßig (wahrscheinlich am Ende des Jahres) seinem Finanzamt vorlegen. Anschließend wird ermittelt wie viel gehandelt wurde und welcher Betrag an Steuer nun fällig wird. Dies erscheint mir vollkommen utopisch. Der administrative Aufwand wird derart gigantisch sein, dass es unmöglich ist dies umzusetzen.

  • Die Steuer wird vom Broker abgeführt

Ähnlich der Abgeltungssteuer können deutsche Broker gezwungen werden, dass sie die Steuer auf die gehandelten Produkte selbst einbehalten und an das Finanzamt abführen. Der administrative Aufwand wird dadurch an die Firmen ausgelagert. Es stellt sich allerdings die Frage was passiert, wenn ich als Deutscher ein Konto in England eröffne oder USA oder Schweiz oder Singapur. Diese Broker können nicht alle gezwungen werden, ergo kann man die Steuer problemlos umgehen.

  • Die Steuer wird von den Börsen abgeführt

Dieses Modell erscheint mir am wahrscheinlichsten. Die Börsen behalten die Steuer bei jeder Transaktion ein und überweisen diese an das jeweilige Finanzamt. Der administrative Aufwand ist ebenfalls enorm, da nach der aktuellen Lesart der Gesetzesvorlage nur Steuern erhoben werden dürfen, wenn der Trader in einem Land das bei der Finanztransaktionssteuer mitmacht sitzt. Wenn also ein Deutscher mit Wohnsitz in Deutschland Aktien an der Deutschen Börse kauft muss er die Steuer bezahlen. Ein Engländer mit Sitz in London jedoch nicht. Auch ein Deutscher der in London sitzt müsste nicht bezahlen. Sie sehen schon, es ist sehr komplex!

Um die Leserfrage nun abschließend zu beantworten, sieht es aktuell wie folgt aus (dies kann sich jedoch schnell wieder ändern).

Wenn Sie Aktien oder besteuerte Derivate in Deutschland ordern und bei Orderaufgabe in Deutschland sitzen, dann fällt die Steuer an. Ob Sie anonym bleiben oder nicht, weiß man bisher noch nicht. Das Konto in Luxemburg könnte somit genannt werden, wenn über dieses Konto der Auftrag erteilt wird. Im Zweifelsfall werden die Staaten so viele Daten sammeln wie möglich!

Ihr Sebastian Hell

 

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Das Thema Finanztransaktionssteuer wird derzeit in Händlerkreisen immer stärker diskutiert. Nach aktueller Lesart wird die Steuer erst 2016 eingeführt werden können, da der Aufwand  alle Transaktionen zu überwachen enorm ist. Geplant ist es Aktien, Anleihen sowie Termingeschäfte zu besteuern mit einer Abgabe zwischen 0,01 und 0,1 Prozent. Genaue Details sind leider noch nicht bekannt.

Sind Einkäufer betroffen?

Nach den aktuellen Entwürfen zu urteilen, ist nur der Handel mit Termingeschäften steuerpflichtig. Einkäufer die ihre Waren also direkt kaufen und nicht über Börsen gehen, dürften der Steuer nicht unterliegen.

Allerdings gibt es auch Einkäufer die gerne auf Termin Rohstoffe kaufen oder bestimmte Preisniveaus absichern oder absichern lassen. Hier würde die Steuer voll anfallen und dadurch die kalkulatorischen Preise um mehrere Hundert Euro erhöhen, je nachdem welcher Steuersatz angelegt wird.

Sollte die Steuer für ein Unternehmen zu hoch sein oder es keine Befreiung vom Staat für Firmen geben, dann ist wahrscheinlich nur ein Umzug möglich!

Besteuerung nach Ausführungsort!

Besteuert wird laut den aktuellen Entwürfen nach Ausführungsort. Wenn die Transaktion in Deutschland getätigt wird, fällt die Steuer an.

Wird diese in England gemacht, welches definitiv nicht bei einer Transaktionssteuer mitmachen wird, fällt keine Steuer an. Dies könnte eine Lösung für Firmen sein, die die Steuer vermeiden wollen oder müssen. Eine Niederlassung im Ausland mit einem kleinen Handelsbüro könnte ausreichen und Absicherungsgeschäfte oder Terminkäufe können steuerfrei bleiben.

Natürlich muss vorab gewartet werden wie der Steuerentwurf gestaltet wird, bevor hier konkrete Vorschläge gemacht werden können.

Beispiel der Banken folgen!

Die Banken arbeiten bereits an einer Verlagerung der Handelsteams ins Ausland. Diesem Beispiel können Unternehmer folgen und dadurch eine weitere Steuer die sie eigentlich nicht betroffen sollte, umschiffen.

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