Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) hat am 08. Mai 2013 eine neue Studie zur Thematik der Finanztransaktionssteuer veröffentlicht. Man kommt darin zu folgenden sehr interessanten Schlüssen:

  1. Obwohl in der aktuellen Fassung des Steuerentwurfs der EU Kommission nur Finanzinstitute steuerpflichtig sind, ist dennoch damit zu rechnen, dass die erhöhten Kosten auf Verbraucher und Unternehmen abgewälzt werden und dadurch alle die Finanztransaktionssteuer entweder direkt oder indirekt entrichten müssen.
  2. Das DAI sieht sehr große Probleme in möglichen Kaskadeneffekten. Ich habe dieses Thema bereits schon früher in diesem Blogbeitrag ausführlich besprochen.
  3. Die Klassifizierung von Unternehmen als „Finanzinstitut“ könnte große Probleme nach sich ziehen. Es gibt eine Reihe an Unternehmen deren Geschäftsmodell die Finanzierung von Waren oder Rohstoffen für andere Firmen ist. Würde eine Klassifizierung dieser Unternehmen als Finanzinstitute erfolgen, dann würden erhebliche Mehrkosten entstehen. Wie genau die Abgrenzung zu einem Finanzinstitut erfolgen wird, ist bis dato noch unklar.
  4. Unternehmen werden bei der Absicherung von Risiken massiv behindert. Des Weiteren wird in die Altersvorsorge vieler Menschen eingegriffen, die ihre Vorsorge über Versicherungen, Banken etc. verwalten lassen. Die Transaktionssteuer würde dort immer anfallen.
  5. Abschließend führt das DAI auf, dass für 24 größere Unternehmen Mehrkosten zwischen 600 Millionen und 1,5 Milliarden Euro entstehen könnten. Damit sind direkte Folgen und Auswirkungen auf die Realwirtschaft wahrscheinlich.

 

Die gesamte Studie umfasst 25 Seiten und kann hier abgerufen werden

Ihr Sebastian Hell

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