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Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte vor Kurzem mit, dass Sie eine Einigung in punkto Finanztransaktionssteuer noch vor der Europawahl im Mai anstrebe. Gemeint ist damit vornehmlich ein Kompromiss mit Francois Hollande, der in den letzten Wochen immer wieder gegen die Transaktionssteuer geschossen hatte. Merkel teilte mit, dass eine Einigung realistisch und wünschenswert sei.

Schrittweise Einführung!

Merkel verfolgt offenbar die von Finanzministier Wolfgang Schäuble vorgeschlagene Lösung, dass eine Finanztransaktionssteuer schrittweise eingeführt werden solle. Davon scheint auch die Deutsche Börse überzeugt, die auf einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung, nicht mehr so skeptisch über die Transaktionssteuer war. Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Steuer vorwiegend auf Aktien und nicht auf Derivate anfalle. Da Derivate auch zu großen Teilen von Unternehmen für Absicherungszwecke genutzt werden und auch Banken Derivate für ihr Tagesgeschäft benötigen, scheint es große Ausnahmen zu geben.

Die Folgen!

In Frankreich hat sich gezeigt, was passiert wenn die Finanztransaktionssteuer nur auf Aktien erstreckt wird. Das Handelsvolumen verlagert sich sehr schnell auf Alternativen wie beispielsweise CFDs. Mittels dieser Differenzkontrakte kann man Aktien mit einem geringeren Kapitaleinsatz handeln und bekommt mittlerweile bei vielen Brokern sogar die Dividenden gutgeschrieben. Meiner Meinung nach, wird sich bei Einführung einer Transaktionssteuer auf Aktien sehr schnell das Handelsvolumen in Richtung Alternative Anlageformen verschieben.

Ihr Sebastian Hell

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3 Gedanken zu “Einigung auf Finanztransaktionssteuer noch vor der Europawahl?

  1. und ist es vorstellbar, dass die transaktionssteuer nach der einführung wieder untergeht?

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