Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

die Anzeichen verdichten sich, dass die gefürchtete Finanztransaktionssteuer im Jahr 2016 kommen könnte. Dies wurde zumindest nach einem Treffen der beteiligten Staaten verlautbart. Interessant ist, dass inzwischen nicht mehr elf EU-Staaten die Steuer einführen wollen sondern nur noch zehn. Slowenien ist aus dem „Club“ ausgetreten.

Großbritannien und Schweden weiterhin dagegen!

Die Briten bekamen für ihre Kritik an der Transaktionssteuer Rückendeckung aus Schweden. Der schwedische Finanzminister teilte mit, dass die Steuer sinnlos und viel zu teuer sei. Schweden sei ähnlich wie Großbritannien der Meinung, dass die Finanztransaktionssteuer mehr schädlich als nutz voll sei.

Was wird besteuert?

Das ist weiterhin die große Frage. Die Finanzminister wollen sich nun bis Ende des Jahres darauf einigen, welche Anlagen besteuert werden. Wie es derzeit aussieht, wird es 2016 keine volle Einführung der Finanztransaktionssteuer geben. Eher soll eine schrittweise Einführung erfolgen. Das bedeutet, dass zu Beginn erst einmal Aktien und Anleihen (keine Staatsanleihen) betroffen sein könnten.

Lichtblick bei Devisen!

Nach Aktien und Anleihen dürften komplexere Wertpapiere wie Futures, Optionen und eventuell auch CFDs und Devisen folgen. Nach wie vor ist jedoch stark umstritten ob Devisen wirklich besteuert werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Industrie mit ihrer gewaltigen Lobby eine Ausnahme der Besteuerung von Kassageschäften bei Devisen erreicht. Dies würde zu einer Besteuerung des Devisenhandels über Futures, Optionen, Swaps usw. führen, jedoch den reinen Devisenhandel ausnehmen. Für FX-Trader ein enormer Vorteil!

Ihr Sebastian Hell

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5 Gedanken zu “Finanztransaktionssteuer soll 2016 kommen!

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Briten es zulassen, dass EUR-GBP besteuert wird. Der freie Kapitalverkehr im Binnenmarkt ist eine der Grundfreiheiten der EU.
    Es ist ein Skandal, dass es so viele Parlamentarier gibt, welche im EU-Parlament gegen diese Grundfreiheit gestimmt haben. Die sollten mal lernen, was die EU für einen Sinn hat.
    Und darüber eine Prüfung ablegen.

  2. Der Sinn der EU eine Staatengemeinschaft zu schaffen, um Kriege durch Verflechtungen zu verhindern, ist schon lange überholt.
    Politiker nutzen den großen Wirtschaftsraum um mehr und mehr Geld aus den Bürgern zu pressen.
    Wenn jetzt noch die Abgeltungssteuer fällt, wie es die SPD will, dann gute Nacht!

    • bitte um erklärung, wieso ein wegfall der abgeltungssteuer negativ wär

      beste grüße

      thomas

  3. Ein Wegfall der Abgeltungssteuer bedeutet, dass jeder mit seinem persönlichen Steuersatz seine Kapitalmarktgeschäfte besteuern müsste. Dies würde zu einer weiteren Verringerung des Handelsvolumens führen. Zusammen mit einer Finanztransaktionssteuer ist der Finanzplatz Deutschland damit komplett am Ende.

  4. Unverständlich, dass die deutsche Regierung ihren Finanzplatz absichtlich ruinieren will. Die anderen Finanzplätze in der Welt werden sich freuen, wenn viele Geschäfte dorthin verlagert werden.
    Blöder geht’s wohl nicht mehr. Die Öffentlichkeit sollte mal eindringlich über diese schädliche Politik von Finanz- und Wirtschaftsfachleuten informiert werden. Damit die verantwortungslosen Schönredereien der Roten und Linken (leider auch der Schwarzen) endlich aufhören. Das geht schon Jahre so.
    Es ist eine Schande, dass die Deutschen sich auch noch von einem für die Finanzwelt unbedeutenden Land wie Österreich beeinflussen lassen. Wirklich schwach!

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