Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

es hat sich eine interessante Entwicklung bezüglich der Finanztransaktionssteuer in Frankreich ergeben. Die Franzosen rudern deutlich zurück, nachdem ich vor Kurzem darüber berichtet hatte, dass das Handelsvolumen stark gefallen ist.

Eigene Interessen sind wichtiger

Neben dem gefallenden Handelsvolumen geht es auch um die Interessen an der Börse Euronext und dadurch die Börse in Paris. Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die derzeitige Besitzerin der Euronext, wird jedoch von der Intercontinental Exchange (ICE) übernommen. Im Rahmen zukünftiger Um- und Restrukturierungen soll die Euronext abgespalten werden. Die französische Regierung will nun, dass die Euronext unter anderem von französischen Großbanken teilweise aufgekauft werden soll. Die Banken wollen dies offenbar nur dann tun, wenn die Regierung bei der Finanztransaktionssteuer ihre Richtung wechselt. Daher ruderte die Regierung in Frankreich inzwischen zurück und steht nicht mehr für die Einführung einer europaweiten Finanztransaktionssteuer zur Verfügung.

Deutschland im Alleingang?

Eine Option wäre noch, dass Deutschland die Steuer allein einführt, wie es Frankreich und Italien bereits getan haben. Um eine Koalition formen zu können, könnte die CDU der SPD in diesem Punkt entgegen kommen. Wie genau die Ausgestaltung dann sein wird, bleibt abzuwarten. Vor allem die Behandlung von FX und CFDs wird spannend, da dies außerbörsliche Produkte sind und damit schwer zu überprüfen.

Ihr Sebastian Hell

E-Mail Alarm

Kostenloser E-Mail Alarm wenn es neue Beiträge zum Thema Finanztransaktionssteuer in Frankreich gibt!

Datenschutzgarantie: Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben!

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.