Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

im März hatte ich über die italienische Finanztransaktionssteuer erstmalig berichtet. Am 01. September ging die italienische Regierung einen Schritt weiter und weitete die Steuer auch auf Derivate und außerbörsliche Geschäfte sowie den Hochfrequenzhandel aus. Wie damals im März schon erwähnt, betrifft die Steuer auch CFD-Trader die italienische Aktien handeln. Betroffen sind hiervon jene Aktien, die eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Millionen Euro besitzen. Insgesamt sind dies jedoch nur sehr wenige Aktien an der italienischen Börse. Abgerufen werden kann die Liste der Aktien die unter die Steuer fallen hier!

Was wird sich verändern?

Die Spreads auf den italienischen Index S&P MIB werden sich weiten, da die darin enthaltenen Aktien nun besteuert werden und auch ihre Derivate. Dadurch steigen die Kosten. Bei Index-CFDs auf den italienischen Index gab es bereits erste Bekanntmachungen von CFD-Brokern. FXCM informierte seine Kunden darüber, dass die Spreads auf den S&P MIB um 10 Pip geweitet werden um die Steuer bezahlen zu können. Pro abgeschlossenes Geschäft sind dies 20 Pip an Mehrkosten.

Wie geht es weiter?

Ich rate allen Tradern den italienischen Index zu meiden. Der DAX ist ohnehin viel liquider und als Alternativen bieten sich auch der amerikanische S&P sowie viele andere europäische Indizes. Gerne können wir untenstehend in der Kommentarfunktion Feedback sammeln welche Tradingerfahrungen andere mit der Steuer gemacht haben. Ich werde das Thema weiterhin beleuchten und vor allem auch prüfen wie die italienische Regierung sicherstellen will, dass bei außerbörslichen Geschäften die Steuer abgeführt wird. Hier gibt es nur zwei Parteien und niemand weiß von den Geschäften.

 

Ihr Sebastian Hell

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