Nach einem meiner letzten Beiträge über die Finanztransaktionssteuer in Italien, kontaktierte mich der besprochene Broker Directa aus Italien und setzte mich mit auf den Presseverteiler. Man hat vor Kurzem eine detaillierte Pressemeldung mit einer guten Auswertung veröffentlicht. Dadurch haben wir nun saubere Daten aus Italien von einem der größeren Broker. Die Pressemeldung finden Sie nachfolgend.

Ihr
Sebastian Hell

Informationsblatt für die Presse 29.04.2013

Finanztransaktionssteuer in Italien: Directa verzeichnet 18 % weniger Ordervolumen

Die italienische Variante der Anfang des Jahres von den EU-Finanzministern beschlossenen FTT besteuert seit dem 1. März zu 0,12 Prozent alle italienischen Assets, die Overnight gehandelt werden. Intraday-Geschäfte und ausländische Aktien werden nicht besteuert. Verglichen mit Januar und Februar sind diese zu besteuernden Trades im März um 14 Prozent zurückgegangen, von 8.529 auf 7.330 am Tag. Das tägliche Ordervolumen ist sogar um insgesamt 18,6 Prozent gefallen. Wenn man die Transaktionskosten vergleicht, so hat der Directa-Kunde im Januar und Februar pro Transaktion 3,22 Euro an Kommissionen bezahlt. Ab dem 1. März sind die Kosten auf 4,58 Euro gestiegen. Das sind Mehrkosten von über 43 Prozent.

Weniger Steuereinnahmen als vom Staat erwartet

Directa macht als einer der größten Online-Broker Italiens rund 25 Prozent des Online-Trading-Marktes an der italienischen Börse aus, drei Prozent betreffen den zu besteuernden Overnight-Handel. „Täglich werden von unseren Kunden durchschnittlich 10.000 Euro an Steuern abgeführt“, erklärt Fabbri. „Wenn man das hochrechnet, kommt man bis Ende des Jahres auf rund 3 Millionen Euro. Bedenkt man aber, dass der italienische Staat sich aus den Einnahmen der Steuer rund eine Milliarde errechnet hat, frage ich mich, wo er die restlichen 997 Millionen hernehmen will.“

Positive Jahresbilanz für 2012 trotz Umsatzrückgang

Die Kunden des italienischen Online-Brokers Directa S.I.M.p.A. haben 2012 auf den italienischen Aktienmärkten einen Umsatz von insgesamt 31 Milliarden Euro erreicht. Das sind 15.3 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Vergleich dazu sank der Handelsumsatz der italienischen Börse um insgesamt 28,8 Prozent. Dennoch konnte Directa – aufgrund der massiven Rückgänge der Transaktionen und des Handelsumsatzes – seinen Marktanteil auf dem elektronischen Aktienmarkt der italienischen Börse (MTA) von 2,61 Prozent (2011) auf 3,10 Prozent erhöhen.

Neues Handelssystem LMAX

„2012 war für viele sehr mühselig – das war abzuwarten und ist nicht verwunderlich“, erklärt Directa-Vorstandsvorsitzender Mario Fabbri. „Ich denke aber, dass es uns ganz gut gelungen ist, die massiven Rückgänge einzudämmen. Vor allem aber haben wir weiter in den Ausbau unseres Serviceangebots investiert. Nur dadurch konnten wir im Oktober diesen Jahres dem Forex-Trading das multilaterale Handelssystem (MTF) LMAX Exchange anbieten. Dies ist eine entscheidende Neuigkeit, die wir auch weiter ausbauen wollen. So ist in Zukunft beispielsweise ein 24-Stunden-Service geplant.“

Pressekontakt Directa Deutschland:

Alexandra Barone, +49 – 162 – 6068669, a.barone@gmx.de

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Kurzporträt Directa

Die seit März 1996 operativ tätige Directa Sim nimmt auf dem italienischen Online-Trading-Markt eine Pionierstellung ein und zählt zu den ersten Online-Brokern weltweit. Sie wurde 1995 mit dem Ziel gegründet, Privatanlegern zu ermöglichen, direkt von ihrem PC aus kostengünstig und mit unverzüglicher Orderausführung an den Finanzmärkten zu handeln.

Der Schwerpunkt lag dabei von Anfang an auf sehr aktiven Kunden, die dank Directa über das Internet an der Mailänder Börse (Aktien, Derivate, Anleihen), der NYSE, NASDAQ, AMEX, OTC und CME (über Market Maker oder ECN), an der Eurex, auf XETRA in Frankfurt und Chi-X in London handeln können. Directa ist keine Bank, sondern eine Wertpapier-Maklergesellschaft (eine italienische SIM), d.h. ein Finanzdienstleister, der nach dem italienischen Gesetz befugt ist, u.a. Börsenaufträge von privaten und institutionellen Kunden entgegenzunehmen und Geldmittel und Wertpapiere von Privatkunden zu verwahren. Directa unterliegt der italienischen Börsenaufsichtsbehörde Consob und der italienischen Zentralbank Banca Italia. Weitere Informationen finden Sie unter www.directa.com

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